Yildirim: „Zugang zu Verhütungsmitteln soll kostenlos sein“

SPÖ-Nationalrätin hat entsprechenden Antrag im Parlament eingebracht

„Frauen und Männer sollen einen selbstbestimmten und eigenverantwortlichen Umgang mit Sexualität und Verhütung leben können. Das darf nicht von der finanziellen Situation abhängig sein“, sagt SPÖ-Nationalrätin Selma Yildirim.

Österreich ist eines der wenigen westeuropäischen Länder, in dem Verhütung sowie Schwangerschaftsabbrüche nicht einmal teilweise von den Krankenkassen bezahlt wird.

Sie hat daher vergangene Woche einen Antrag für den kostenlosen Zugang zu Verhütungsmitteln im Nationalrat eingebracht. Im Vorfeld hatte sich die Landesfrauenkonferenz der SPÖ Tirol einstimmig dafür ausgesprochen.

Die Tiroler Landesfrauenvorsitzende erklärt: „Manche Gruppen von Frauen haben einen erschwerten oder keinen Zugang zu Verhütungsmitteln. Das betrifft besonders junge Frauen oder solche mit geringem Einkommen. Langzeitverhütungsmittel und solche die besonders wirksam sind, haben in Österreich sehr hohe Kosten. Das können sich diese Frauen oft nicht leisten.“

„Wie wichtig das ist, zeigt sich in Tirol anhand des Härtefallfonds, durch den Frauen bei Langzeitverhütungsmitteln unterstützt werden können. Die Mittel können den Bedarf nicht decken“, schildert Yildirim.

Studien zeigen, dass Frauen zu einem größeren Teil als Männer für die Verhütung verantwortlich sind und finanziell dafür aufkommen. Obwohl sie in Österreich deutlich weniger verdienen als Männer.

„Die Kostenübernahme von Verhütungsmitteln könnte die Verhütung für Frauen und Männer in Österreich verbessern. Außerdem kann sie dazu beitragen, ungewollte Schwangerschaften zu verhindern“, so Yildirim.

 

pdfEntschließungsantrag: Verhütungsmittel

freudich

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