Umkleidezeiten: Neue SPÖ Tirol macht weiter Druck

Der Oberste Gerichtshof hat Mitte letzten Jahres entschieden: An- und Ausziehzeiten von ÄrztInnen, PflegerInnen und Co. gehören zur Dienstzeit - schließlich tragen sie spezielle Kleidung, um ihren Beruf auszuüben. Ebenfalls zur Arbeitszeit gehörig: Der Weg von der Garderobe zum Dienstort. Bei den Tirol Kliniken sind in Folge des Urteils rund 5.500 MitarbeiterInnen zu entschädigen. Der zuständige Landesrat Bernhard Tilg (ÖVP) hat im Juli 2018 eine rasche Lösung für die Beschäftigten in Aussicht gestellt.

„Die gibt es bis heute nicht“, ist SPÖ-Chef Dr. Georg Dornauer mittlerweile der Geduldsfaden gerissen: „Seit eineinhalb Jahren liegen Urteil und Forderungen auf dem Tisch, aber der schwarze Landesrat übt sich im Pfennigfuchsen. Was den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aktuell unterbreitet wird, ist ein Witz: Sie sollen sich zuhause umziehen und zur Arbeit kommen. Mit verschmutzter Arbeitskleidung darf man nach seinem Dienst aber wiederum nicht heim - man müsste also eine zweite Garderobe mit zum Arbeitsplatz nehmen", schüttelt Dornauer den Kopf.

Die Österreichische Gesellschaft für Krankenhaushygiene sieht die neue Dienstkleidungsregelung ebenfalls kritisch. Für diese geht das Tragen der Arbeitskleidung außerhalb des Krankenhauses auf Kosten der Hygiene. Auch die Ärztekammer macht mobil. Dornauer erhofft sich jetzt Rückenwind: „Die SPÖ kämpft seit eineinhalb Jahren für die Beschäftigten, je mehr Institutionen und Menschen sich zu Wort melden, umso höher der Druck auf die Landesregierung. Ich erwarte endlich eine konsequente Lösung!“

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