Tiroler Opposition: „Tiroler Studierende haben Recht auf günstige öffentliche Mobilität.“

Das VVT Semester-Ticket LAND (Studenten-Ticket um 180 Euro/Semester) soll auch für Tiroler Studierende erhältlich sein, die außerhalb von Tirol studieren. Aktuell ist das Ticket nur für Studierende erhältlich, die an einer Tiroler Universität oder Fachhochschule inskribiert sind. Damit werden Tiroler_innen benachteiligt, die an einer Uni/FH eines anderen Bundeslandes oder im Ausland studieren, sich jedoch für den Besuch ihrer Eltern oder in den Ferien in Tirol aufhalten und günstig mit den Tiroler Öffis mobil sein möchten.

Studierende im Nachteil

Das VVT Semester-Ticket LAND ist erhältlich für Studierende einer Universität oder Fachhochschule in Tirol bis 27 Jahre. Entscheidend für den Erwerb ist damit der Inskriptionsstatus an einer Universität/Fachhochschule in Tirol.

Das VVT SchulPlus- & LehrPlus-Ticket um 96 Euro ist erhältlich für Schüler_innen und Lehrlinge bis 24 Jahre. Entscheidend ist damit der Ausbildungsstatus (Schüler_in oder Lehrling) mit Wohnsitz in Tirol, ungeachtet der Lage der Schule/Lehrstätte (Ausland oder anderes Österreichisches Bundesland). Schüler_innen oder Lehrlinge können dadurch zwei günstigere Tickets miteinander kombinieren: Jene von zwei österreichischen Bundesländern oder jenes aus dem Ausland mit dem Plus-Ticket in Tirol.

Diese Regelung benachteiligt Tiroler Studierende, die im Ausland oder in einem anderen Bundesland studieren: Für Fahrten mit den Öffis in Tirol sind sie gezwungen, ein Netz-Ticket für den gesamten Verbundraum Tirol zu erwerben (Jahres-Ticket LAND um 490 Euro/Jahr), oder jeweils Einzel-Tickets.

Mehr Öffis für Tiroler Studierende

„Es darf nicht sein, dass für Studierende der Inskriptionsstatus an einer Universität oder Fachhochschule in Tirol als Bedingung für den Erwerb des Studenten-Tickets gilt. Für Tiroler Schüler_innen oder Lehrlinge gilt währenddessen der Ausbildungsstatus und das ungeachtet vom Ausbildungsort, der sich im Ausland oder in einem anderen Bundesland befinden darf. Auf Initiative der NEOS ist es gelungen, einen von allen Tiroler Oppositionsparteien unterstützten Antrag einzubringen, mit dem die Tiroler Öffis für alle Tiroler Studierende günstiger werden sollen“, freut sich LA Andreas Leitgeb (NEOS).

„Alle StudentInnen mit Wohnsitz in Tirol sollen gleich behandelt werden. Einerlei, ob sie die Universität in Innsbruck oder die Fachhochschule in Dornbirn besuchen: Durch Teile Tirols müssen Sie alle fahren – und das am besten mit den Öffis! Diese gemeinsame Initiative der Tiroler Opposition wird unser Land ein Stück weit gerechter machen und junge Menschen in ihrer Ausbildungszeit entlasten“, sagt dazu LA Bendedikt Lentsch (SPÖ).

„Es wäre begrüßenswert, wenn die Landesregierung hier in Zusammenarbeit mit dem VVT eine Änderung zustandebringt, die für die Tiroler Studenten für mehr Fairness und Gerechtigkeit sorgt“, sagt der freiheitliche Jugend- & Bildungssprecher LAbg. Christofer Ranzmaier. „Es darf eigentlich nicht sein, dass in Tirol wohnhafte Studenten vom Kauf eines ermäßigten Semestertickets ausgeschlossen sind“, so Ranzmaier, der darauf verweist, dass auch für nicht an einer Tiroler Bildungseinrichtung inskribierte Hochschüler, etwa für die Anreise zum Studienort oder aber in der vorlesungsfreien Zeit, ein Öffi-Ticket benötigt wird. „Dass ein Student hierbei kein Anrecht auf einen ermäßigten Preis haben sollte, ist nicht nur unlogisch, sondern schlicht und ergreifend auch ungerecht.“

„Jeder Student muss gleich viel wert sein und die Entlastung jedes Studenten muss uns ein Anliegen sein, unabhängig vom Studienort. Obwohl Studenten meist nicht so viel Geld haben, müssen sie in Tirol beim Studententicket für öffentliche Verkehrsmittel draufzahlen. Das ist der falsche Weg. So wie wir den Tiroler Schülern ein kostengünstiges Öffi-Ticket bieten, müssen wir ein solches Angebot auch allen Tiroler Studenten zur Verfügung stellen. Der Studienort darf dabei nicht entscheidend sein. Zählen darf nur, ob jemand Student ist und nicht wo er studiert“, erklärt Liste Fritz-Landtagsabgeordneter Markus Sint.

freudich

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