Thema Hund: Leine und Maulkorb bekämpfen Symptome, keine Probleme

"Die einheitlichen Regelungen für Hunde und deren Halterinnen und Halter in Tirol sind zu begrüßen, es fehlt aber bis heute ein stimmiges Begleitpaket", kritisiert Claudia Hagsteiner, Landtagsabgeordnete der neuen SPÖ Tirol den Vorstoß von VP-Landesrätin Zoller-Frischauf. "Das freie Spiel ohne Leine ist für Hunde enorm wichtig. Es dient der richtigen Sozialisierung der Vierbeiner und gehört notwendig zu einem artgerechten Leben der Tiere. Begegnungen an der Leine sind oft gefährlicher, weil die Hunde nur eingeschränkte Bewegungsmöglichkeiten haben", weiß Hagsteiner.
"Wenn die Leinenpflicht verschärft wird, braucht es vor allem in den Städten deutlich mehr Flächen auf denen sich Hunde frei bewegen und begegnen können. Nur so können sie lernen, richtig mit Artgenossen zu kommunizieren und nur so haben sie die Möglichkeit, Konflikten auch aus dem Weg zu gehen," so Hagsteiner, die insgesamt über den Debattenverlauf rund um das Thema Hund beunruhigt zeigt. 
In den Tiroler Leitmedien sei zum Beispiel immer noch von so genannten Listenhunden die Rede, obwohl man lange schon wisse, dass Haltung und Ausbildung viel ausschlaggebender für das Verhalten sind als die Rassedisposition. "Ich bin auch überhaupt nicht glücklich damit, dass der Hund zunehmend zur gesellschaftlichen Bedrohung stilisiert wird. Das Problem liegt in der Regel am anderen Ende der Leine." Nicht jeder Mensch sei sich der Verantwortung und Herausforderung bewusst, die ein Hund mit sich bringt, so Hagsteiner abschließend. "Wenn wir als Politik wirklich etwas verbessern wollen, müssen wir hier ansetzen und nicht erst bei den Symptomen der falschen Haltung und Ausbildung."

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Lukas Matt

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