SozialdemokratInnen gedachten der Opfer der Februarkämpfe 1934

Der 12. Februar 1934 ist ein schwarzer Tag in der österreichischen Geschichte, er markiert den Beginn der Februarkämpfe. In diesen blutigen Auseinandersetzungen standen sich der republikanische Schutzbund einerseits und Dollfuß‘ Ständestaat mit Militär und Heimwehr andererseits entgegen. Die neue SPÖ Tirol hielt traditionell Gedenkveranstaltungen in Innsbruck und Wörgl ab.

Im Parteihaus in der Salurnerstraße gab Historiker Horst Schreiber auf Einladung der Tiroler Freiheitskämpfer_innen um Vorsitzende Elisabeth Fleischanderl und des Renner Instituts einen kurzen Abriss über die Geschichte der Februarkämpfe. Im Beisein von gf. Landesparteivorsitzendem Dr. Georg Dornauer, Frauenvorsitzender Selma Yildirim und zahlreichen Genossinnen und Genossen. Die Wörgler SPÖ lud zum Faschismusdenkmal am Bahnhofsplatz ein. Die Namen von Josefa und Alois Brunner stehen dort stellevertretend für all jene, die ihrer Gesinnung trotz des Drucks des unmenschlichen Regimes treu geblieben sind und dafür mit ihrem Leben büßten. Neben der traditionellen Gedenkminute wurde auch ein Kranz zu Ehren der Opfer niedergelegt.

„In Anbetracht der bundespolitischen Entwicklungen und immer häufiger auftretender 'Einzelfälle' ist es wichtiger denn je, die Erinnerung an den Faschismus als Mahnung wach zu halten und für Freiheit, Demokratie und Menschenrechte einzustehen!“, so Christian Kovacevic, SPÖ-Stadt- und Bezirksvorsitzender aus Wörgl.

85 Jahre sind nun vergangen, seitdem die Februarkämpfe ihre Opfer forderten. Nach den Kämpfen folgte das Verbot der Sozialdemokratischen Partei, der Gewerkschaften und sämtlicher sozialdemokratischer Organisationen. „Zum großen Bösen kamen die Menschen nie mit einem Schritt, sondern mit vielen kleinen, von denen jeder zu klein schien für eine große Empörung.“, zitierte Kovacevic den Autor Michael Köhlmeier. „Gerade jetzt sind wir alle gefordert,  uns vehement jenen Kräften entgegen zu stellen, die unsere Demokratie gefährden, die Gesellschaft spalten und Hass schüren wollen!“ , mahnt der Wörgler Stadtparteivorsitzende und Nationalrat.

Fotos: Stadt Wörgl und SPÖ Tirol

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Marco Neher, M.A., MBA

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