Pflegewesen an BHS: Wohlgemuth fordert Pilotprojekt in Tirol

„Die Verbindung von Berufsbildender Höherer Schule und Pflegeausbildung ist eine sinnvolle und zukunftsfähige Vision im Kampf gegen den Pflegenotstand“, erklärt Philip Wohlgemuth, Arbeitssprecher der neuen SPÖ Tirol im Landtag. „Einen entsprechenden Antrag haben wir bereits 2018 eingebracht. Bislang wurde unsere Idee nicht aufgegriffen - im Gegensatz zu Kärnten, wo der Ausbildungszweig Pflegewesen bereits erfolgreich umgesetzt wurde und jetzt in ganz Österreich realisiert werden soll.“

Dabei gehe es in erster Linie darum, 15-jährige Pflichtschulabgänger an den Pflegeberuf heranzuführen. Nach EU-Recht dürfen Jugendliche erst ab dem 17. Lebensjahr am Menschen pflegen. „In diesen zwei Jahren gehen uns viele junge und motivierte Menschen verloren, die womöglich eine persönliche Eignung für einen Gesundheits- oder Sozialberuf hätten“, so Wohlgemuth.

„Eine BHS mit dem Schwerpunkt Pflegewesen kann diese Lücke zwischen dem Ende der Pflichtschule und dem Mindestalter für die Pflegeausbildung schließen. Es ist höchste Zeit, dass sich die Tiroler Landesregierung den Herausforderungen im Pflegebereich stellt. Mit der Teilnahme am österreichweiten Pilotprojekt haben wir eine echte Chance auf Verbesserung und wir werden die Verantwortlichen daran messen, ob und inwiefern sie diese Chance ergreifen.“

Grundsätzlich und langfristig führe für die SPÖ kein Weg an einer Attraktivierung des Pflegeberufes vorbei betont Wohlgemuth und ergänzt: „Neben besserer Bezahlung und Arbeitsbedingungen muss auch der gesellschaftliche Wert dieser Arbeit für unser Zusammenleben besser sichtbar gemacht werden. Chronische Unterbesetzung und ständige Überlastung des Personals müssen so schnell wie möglich der Vergangenheit angehören.“

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