Pflege-Paktum: Neue SPÖ Tirol fordert Nachbesserung bei Gehaltsanpassung

„Ziel des Pflege-Paktums war es, den Pflegeberuf durch eine Gehaltsverbesserung zu attraktivieren und gleiches Geld für gleiche Arbeit am gleichen Ort zu gewähren“, ruft SP-Arbeitssprecher Philip Wohlgemuth ins Gedächtnis: „Heute sehen wir in der Praxis: Das ist nur bedingt gelungen. Besonders PflegeassistentInnen und HeimhelferInnen wurden bei den Aufbesserungen durch das neue Schema aber nicht ausreichend berücksichtigt und sind teilweise sogar mit Verschlechterungen konfrontiert. Da müssen wir nachschärfen.“

Wie konnte das passieren? Während bei den Tirol Kliniken der Pflegedienst meist durch diplomiertes Pflegepersonal oder Pflegefachassistenz wahrgenommen wird, sind es in den Alten- und Pflegeheimen und im Bereich der mobilen Dienste die PflegeassistentInnen und HeimhelferInnen, die einen Großteil der Versorgung sicherstellen. Bei der Anlehnung an das Entlohnungsschema der Tirol Kliniken, wurden diese Berufsgruppen nicht in ausreichender Weise berücksichtigt.

Wohlgemuth führt aus: „MitarbeiterInnen in Heimen der Gemeinden und Gemeindeverbänden sind durch das Vertragsbedienstetengesetz im Vergleich zur Entlohnung durch private Trägereinrichtungen, welche größtenteils dem SWÖ-Kollektivvertrag unterliegen, schlechter gestellt.“ Ein 22jähriger Pflegeassistent, der sein erstes Dienstverhältnis nach absolvierter Ausbildung eingeht und zuvor bereits vier Jahre berufstätig war verdient bei einer Vollzeitanstellung nach angepasstem Gesetz ab 1. Jänner 2020 in einer Gemeinde 200 Euro weniger als bei einem privaten Träger, rechnet der sozialdemokratische Gewerkschafter vor.

Die neue SPÖ Tirol fordert daher in einem Dringlichkeitsantrag umgehend Nachbesserungen in diesem Bereich: „Die Landesregierung wird aufgefordert, die im Tiroler Gemeinde Vertragsbedienstetengesetz (G-VBG) vorgesehenen Entlohnungsstufenstufen für die Pflege dahingehend anzupassen, dass die Entlohnung auch gegenüber privaten Trägern konkurrenzfähig ist. Besonders zu berücksichtigen sind die Gehaltsstufen der Pflegeassistent/-innen und Heimhelfer/-innen“, heißt es deshalb in einem Antrag, den Wohlgemuth und Co. im Landtag einbringen. 

Wohlgemuth macht abschließend klar: „Um dem Fachkräftemangel im Pflegebereich entgegenzuwirken, ist ein attraktives und modernes Lohnsystem von größter Bedeutung. Das Land Tirol muss seiner dazugehörigen Imagekampagne gerecht werden und die Fehler bei der Gehaltsanpassung korrigieren.“

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