Neue SPÖ tritt für Stärkung peripherer Regionen ein. Dezentralisierung ist ein Erfolgsfaktor.

„Die demografische Entwicklung Österreichs ist von einem starken Wachstum der großen Städte bei gleichzeitiger Bevölkerungsabnahme in peripheren Regionen gekennzeichnet. Die Ballungszentren stoßen an ihre Grenzen, die peripheren Regionen müssen um Wirtschaftswachstum und gegen Abwanderung kämpfen“ skizziert Landtagsabgeordnete Elisabeth Blanik, Bürgermeisterin der Stadt Lienz, die Herausforderungen des ländlichen Raumes. Vor diesem Hintergrund sei es ein „schmerzhafter Rückschritt“ des Bundes, von der eingeschlagenen Dezentralisierungsstrategie abzurücken.

Die neue SPÖ Tirol macht sich für die Dezentralisierung von Bundes- und Landesverwaltungseinrichtungen stark. Die zuständige Ministerin Elisabeth Köstinger und die türkis-blaue Bundesregierung haben diesem Vorhaben ihrerseits nun eine Absage erteilt. Aktuell befinden sich über 60 der 68 Bundeseinrichtungen in Wien. Burgendland und Niederösterreich profitieren von der Nähe zur Metropole, die übrigen Bundesländer verzeichnen in nur zehn Jahren einen Abgang von rund 50.000 gut ausgebildeten Menschen.

Für Blanik ist daher klar: „Das ist eine klare Absage an den ländlichen Raum! Dabei bieten sich für eine Dezentralisierung von Bundes- und auch Landesverwaltungseinrichtungen in Tirol gleich mehrere geeignete Möglichkeiten an.“

Das Wirtschaftsforschungsinstitut BAK Basel Economics AG habe nachgewiesen, dass Dezentralisierung ein Erfolgsfaktor ist: „Das BIP pro Kopf steigt mit dem Dezentralisierungsgrad. Qualitativ hochwertige Jobs in den peripheren Regionen bieten landesweit gerecht verteilte Zukunftsperspektiven“, ist Blanik überzeugt.

Sie sieht auch die Landes-VP in der Pflicht: „Einerseits muss im Bund ein besseres Verständnis in dieser Sache geschaffen werden, andererseits sollte auch das Land endlich Konzepte zur erfolgreichen Dezentralisierung vorlegen“, so Blanik abschließend.

freudich

Für die Bereitstellung unserer Dienste verwenden wir Cookies sowie Tools von Google (Analytics, Fonts, Maps, Youtube) und Facebook (Facebook Pixel). Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies und Tacking-Tools verwenden.
Ok