Neue SPÖ Tirol kritisiert Kassenfusion scharf

120 Millionen Euro von Innsbruck nach Wien verschoben
„In Sonntagsreden den Föderalismus beschwören und am Montag tatenlos zusehen, wenn 120 Millionen Euro der Tiroler Versicherten mit einem türkis-blauen Federstrich nach Wien transferiert werden - das ist die Doppelbödigkeit des schwarz-türkisen Landesparteiobmannes Günther Platter“, kritisiert Georg Dornauer, Landesparteivorsitzender der neuen SPÖ Tirol die von der ehemaligen Bundesregierung beschlossene Kassenfusion. „Eine Verbesserung der Versicherungsleistungen wird angesichts der Kosten für die Fusion jedenfalls nicht zu erwarten sein.“
Stephan Bertel, FSG-Vorsitzender und stellvertretender Landesparteivorsitzender schlägt in die selbe Kerbe und unterstreicht: „Die bisherige Selbstverwaltung war ein günstiges Erfolgsmodell. Diese Struktur wird jetzt durch einen aufgeblasenen und kostenintensiven Verwaltungsapparat ersetzt, in dem Vertreterinnen und Vertreter aus der Wirtschaft die Hälfte der Sitze haben - und das obwohl diese in der Regel nicht einmal in der ÖGK versichert sind.“ Angesichts der chaotischen Zustände bei der Kassenfusion betont Bertel weiter: „Am 29. September steht auch die Sozialpartnerschaft zur Wahl. Die SPÖ ist die einzige Kraft, die für ein fortschrittliches und faires Miteinander eintritt.“
Insgesamt sei die Kassenfusion nicht nur ein Millionengrab, sondern auch eine Umverteilung von unten nach oben. „Fast wöchentlich kommen neue Kosten und Probleme ans Licht, wie jüngst die 2,5 Millionen Euro für das Corporate Design. Mittlerweile müssen wir laut Sozialministerin Zarfl mit 300 bis 400 Millionen Euro rechnen - alles auf Kosten der versicherten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer“, so Dornauer und Bertel unisono. „Das kommt dabei heraus, wenn man schlechte und unüberlegte Gesetze macht.“

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