„Liebe statt Hiebe“ - 16 Tage gegen Gewalt an Frauen

„Gewalt gegen Frauen darf kein Tabuthema sein. Wir müssen das Schweigen brechen“, sagt SPÖ-Landesfrauenvorsitzende NRin Selma Yildirim. Ein sichtbares Zeichen gegen häusliche Gewalt setzten die SPÖ-Frauen Tirol gestern in der Innsbrucker Maria Theresien-Straße. Sie verbrannten symbolisch Ruten und informierten PassantInnen, wo es Hilfe bei Gewalt gibt.

Mit Eva Pawlata, der Leiterin des Tiroler Gewaltschutzzentrums, wurde anschließend diskutiert. „Die größte Gefahr für Frauen besteht in der Phase der Trennung“, betonte Pawlata. Und: „Kinder bekommen Gewalt in der Familie immer mit“.

In Tirol wurden im Jahr 2017 525 Betretungsverbote ausgesprochen. Eine Zahl, die angesichts der geschätzten Daten zu Gewalt - eine von fünf Frauen ist Opfer - lächerlich gering sei. „Die Dunkelziffer ist nach wie vor enorm hoch.“

Die Kürzung von Fraueneinrichtungen und Familienberatungsstellen durch die Bundesregierung sei in diesem Zusammenhang kontraproduktiv.

„Vom von ÖVP und FPÖ behaupteten Schwerpunkt beim Gewaltschutz ist leider nichts zu spüren. Im Gegenteil, es wird gekürzt. Nach einem Jahr schwarz-blau schaut es nicht gut aus für die Frauen im Land“, bedauert Yildirim.

freudich

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