Lentsch: Ländlichen Raum stärken statt Eliteschulen fordern

„Unser Bildungssystem muss gestärkt werden, das steht außer Frage“, betont Benedikt Lentsch, Landtagsabgeordneter und Bildungssprecher der neuen SPÖ Tirol. „Was wir allerdings nicht brauchen, sind Insellösungen, die nur einigen Wenigen zur Verfügung stehen, wie sie die Tiroler Adlerrunde unlängst mit der Einrichtung einer internationalen Bildungsstätte vorgeschlagen hat.“ Für Lentsch stecke dahinter nichts anderes als der Wunsch nach einer teuren Eliteschule, die, am Bildungssystem vorbei, Fachkräfte auf Anfrage produziert.

Jedes Kind habe das gleiche Recht auf eine gute Ausbildung, so Lentsch. „Es darf nicht sein, dass der Zugang zu Bildungsangeboten und damit die Chancen im weiteren Leben, vom Geldbörserl der Eltern abhängig ist.“ Was es stattdessen brauche, so der Zammer Landtagsabgeordnete, seien nachhaltige Maßnahmen, um Bildungseinrichtungen im ländlichen Raum aufzubauen und zu etablieren - eine halbherzig betriebene Außenstelle der Universität Innsbruck werde dafür zu wenig sein.

„Wenn wir wollen, dass Betriebe auch außerhalb der Städte erfolgreich sind und das nötige Personal finden, dann müssen wir uns auch ganz klar zur Aufwertung des ländlichen Raums bekennen - hinsichtlich der Ausbildungsmöglichkeiten, hinsichtlich der Infrastruktur und hinsichtlich der Lebensqualität.“ Der Bezirk Landeck ist, im Gegensatz dazu, massiv von Abwanderung betroffen. Lentsch abschließend: „Wenn immer mehr Menschen dem Lebens- und Arbeitsraum Tiroler Oberland den Rücken zukehren, sollten bei uns alle Alarmglocken schrillen. Ich für meinen Teil werde dieser Entwicklung jedenfalls nicht tatenlos zusehen.“

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