Ländlicher Raum: SPÖ will mehr maßgeschneiderte Entwicklungsprogramme

Seitens des Landes wird an einem speziellen Osttirol-Förderprogramm gearbeitet, das auf die Besonderheiten der Region eingeht. Anfang September soll es präsentiert werden. Das hat Landeshauptmann Günther Platter nun wissen lassen. SPÖ-Klubobfrau Elisabeth Blanik, Bürgermeisterin der Bezirkshauptstadt Lienz, begrüßt solch maßgeschneiderte Entwicklungspakete. Und will mehr davon. Sie fordert vom Land Regionalstrategien in Bereichen wie der Raumordnung oder bei der möglichen Dezentralisierung von Verwaltungseinrichtungen.

Für die Vorsitzende der neuen SPÖ Tirol, ist klar: „Wir wollen kein Tirol der zwei Geschwindigkeiten. Es ist an der Zeit, den ländlichen Raum als jenen attraktiven Lebensraum zu erkennen, der er tatsächlich ist und gleichzeitig dessen wirtschaftliche Entwicklung zielgerichtet und effektiv zu fördern.“

Die verschiedenen Regionen im Land hätten unterschiedliche Bedürfnisse. Das müsse gleich in mehreren Handlungsfeldern der Landespolitik berücksichtigt werden: „Lienz hat touristisch andere Voraussetzungen als bspw. das Paznauntal um den Fremdenverkehrs-Hotspot Ischgl. Das muss bei der Schaffung und Förderung touristischer Infrastruktur natürlich berücksichtigt werden. In der Raumordnung sind Maßnahmen, die in Hochgallmigg sinnvoll sind, nicht zwingend auch für die Landeshauptstadt Innsbruck richtig. Für eine Dezentralisierung von Landesverwaltungseinrichtungen oder Teilen eines landeseigenen Betriebes bieten sich entlang der Inntalfurche andere Möglichkeiten, als in Reutte oder Lienz, wo man sich an den bestehenden Ausbildungsmöglichkeiten - Pflege und Mechatronik - orientieren muss. Deshalb braucht es auch seitens der Landesregierung in all diesen Bereichen verschiedene Konzepte, je nach den regionalen Bedürfnissen.“

Im konkreten Paket für Osttirol müsse insbesondere die ausbleibende Bettenförderung durch den Stopp der Förderungen aus dem Impulspaket kompensiert werden, fordert Blanik abschließend.

freudich

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