Hagsteiner: "Pflegeberuf aufwerten.“

Neue SPÖ betont gesellschaftlichen Stellenwert, bessere Arbeitsbedingungen gefordert.

„Der Pflegeberuf muss attraktiver werden“, hält LA Claudia Hagsteiner, Pflegesprecherin der neuen SPÖ im Tiroler Landtag, zum weiterhin akuten Fachkräftemangel im Pflegebereich fest. Neben besserer Bezahlung und Arbeitsbedingungen will die Sozialdemokratin dem Problem auch mit anderen Maßnahmen begegnen.

„Der Pflegeberuf braucht eine Image- und Informationskampagne, damit ihm jener Stellenwert beigemessen wird, den er tatsächlich für unsere Gesellschaft hat“, erklärt Hagsteiner. Aus einer Anfragebeantwortung von VP-LR Tilg geht hervor, dass es in Tirol in allen Bezirken noch freie Ausbildungsplätze für Pflegeberufe gibt, das Interesse an Pflegefachassistenz und Pflegeassistenz sei tirolweit bescheiden. Genau das soll nach Hagsteiner durch eine Image- und Informationskampagne geändert werden.

Es brauche im ganzen Land ein Bewusstsein dafür, dass jeder Euro, der für die Pflege geleistet werde, einen gesellschaftlichen Mehrwert bringe und zur Lösung sozialer Herausforderungen beitrage. Nicht nur Bewohner und Angehörige profitierten von öffentlichen Investitionen in die Pflege, etwa durch längere Lebenserwartungen, Barrierefreiheit oder einem erhöhten Sicherheitsgefühl, sondern auch Krankenhäuser oder die hauptamtlichen Mitarbeiter in Pflegeeinrichtungen. In diesem Sinne leisteten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Pflege Großartiges.

„Um mehr Pflegepersonal kommen wir in Tirol in den nächsten Jahren und Jahrzehnten nicht herum, chronische Unterbesetzung und ständige Überlastung des Personals müssen so schnell wie möglich der Vergangenheit angehören“, so Hagsteiner. Um die Lücke zwischen dem Ende der Pflichtschule und dem Mindestalter für die Pflegeausbildung zu schließen, hat die SPÖ im Tiroler Landtag bereits die Schaffung einer neuen Berufsbildenden höheren Schule (BHS) mit dem Schwerpunkt Gesundheits- und Sozialberufe gefordert. Hagsteiner will außerdem den Ausbau der Ausbildungsmöglichkeiten für Quereinsteiger forcieren.

Schließlich macht man sich seitens der Sozialdemokratie auch für den Ausbau mobiler Pflegedienste, Tagesbetreuungseinrichtungen und Nacht- und Wochenendangeboten stark. Diese seien im Vergleich zu stationären Einrichtungen weniger kosten- und personalintensiv. „Betreute und betreubare Wohnformen werden immer wichtiger: Für Menschen mit geringerer Pflegebedürftigkeit, die aber ohne Hilfe nicht mehr allein in ihren eigenen vier Wänden bleiben können, bevorzugen häufig das betreute Wohnen“, so Hagsteiner. Außerdem würden 80% der zu Pflegenden zuhause betreut, weshalb auf den Ausbau der mobilen Pflege besonderes Augenmerk zu legen sei.

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