Gewalt an Schulen – Kovacevic fordert Aufhebung der Kürzungen und mehr Mittel für SchulsozialarbeiterInnen

In Österreich, speziell in Tirol,  gibt es eine Unterversorgung im Bereich der Schulsozialarbeit. Laut Bildungsministerium sind österreichweit rund 200 SchulsozialarbeiterInnen beschäftigt. In Tirol entfallen auf 52.281 PflichtschülerInnen nur 30 SchulsozialarbeiterInnen.

„Die Probleme, die sich aus diesem Mangel ergeben, spiegeln sich in aktuellen Fällen, wie dem Gewaltdelikt an der HTL Ottakring, wider. Nicht nur in städtischen Zentralräumen gibt es Fälle von Mobbing und Gewalt in der Schule, sie sind auch im ländlicheren Raum allgegenwärtig.“ , kommentiert Christian Kovacevic, Nationalrat aus Wörgl, die aktuelle Debatte.

„Der Vorschlag der Bundesregierung, hierfür Time-Out-Klassen einzuführen, ist nur eine Symptombekämpfung. Wir müssen das Problem an der Wurzel packen. Gewaltbereite Kinder und Jugendliche sind oft diejenigen, die selbst Gewalt erfuhren. Es sind oft Kinder, die aus sozial prekären Verhältnissen stammen. “ , führt Kovacevic weiter aus.

Die Schulen selbst können solche Probleme nicht lösen. Laut Kovacevic brauche es mehr schulisches Unterstützungspersonal in Form von Schulsozialarbeit, Kinder- und Jugendpsychiatern und  Schulpsychologen.

Kovacevic betont: „Es nützt nichts, wenn man populistische Forderungen wie das Kopftuchverbot durchsetzt, aber wichtigere Maßnahmen vermissen lässt. Dass die Regierung Ressourcen dort streicht, wo sie nötig wären, ist alles andere als hilfreich. So wurde im März der Integrationstopf halbiert und dadurch Mittel für SchulsozialarbeiterInnen, PsychologInnen und SozialpädagogInnen gekürzt.“

Die SPÖ fordert seit längerem die Rücknahme dieser Kürzungen von Bildungsminister Faßmann.

„Uns muss bewusst sein, dass viele Probleme nicht in der Pädagogik, sondern woanders entstehen und gelöst werden müssen. Mit der aktuellen Sozialpolitik – Stichwort „Sozialhilfe neu“ – verschärft die Regierung die Situation vieler Familien und Kinder. Armut und Perspektivlosigkeit sind schließlich der Nährboden für Gewalt und Kriminalität.“ , so der Wörgler Parlamentarier abschließend.

Kontakt

Pressereferat

neuespoe

Für die Bereitstellung unserer Dienste verwenden wir Cookies sowie Tools von Google (Analytics, Fonts, Maps, Youtube) und Facebook (Facebook Pixel). Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies und Tacking-Tools verwenden.
Ok