FreiheitskämpferInnen nehmen FPÖ in die Pflicht

Die Sozialdemokratischen FreiheitskämpferInnen, Opfer des Faschismus und aktiver AntifaschistInnen nehmen die FPÖ bzgl. ihres geplanten BürgerInnenbüros in der Innsbrucker Innenstadt in die Pflicht. Der Standort Anichstraße 5 war Schauplatz des Novemberpogroms 1938.

LA Elisabeth Fleischanderl, Vorsitzende der FreiheitskämpferInnen: „Die FPÖ versteckt sich immer wieder hinter vermeintlichen ‚Einzelfällen‘ und hat ihre Geschichte nie in einem würdigen Maß aufgearbeitet. Das belegen und dokumentieren etwa das Mauthausen Komitee Österreich und der Autor Hans Henning Scharsach. Die Partei hat hier weiterhin akuten Handlungsbedarf, muss sich ihrer Vergangenheit ehrlich und offen stellen und sich endlich vom ständigen Anstreifen am äußersten rechten Rand verabschieden.“ Die Schaffung eines Mahn- bzw. Gedenkmales sei da nur ein Tropfen auf dem heißen Stein. Zumal die Errichtung entsprechender Erinnerungsorte von der SPÖ und ihrer Stadträtin Elisabeth Mayr bereits im Innsbrucker Gemeinderat initiiert und dort einstimmig beschlossen wurde.

Die Sozialdemokratischen FreiheitskämpferInnen gedenken jährlich am 9. November mit einer Veranstaltung im jüdischen Teil des Westfriedhofes der Opfer des Novemberpogroms und führen als Begleitprogramm auch einen antifaschistischen Spaziergang zu Stätten des Novemberpogroms durch. „In einer Zeit, in der rassistischer und menschenfeindlicher Jargon wieder salonfähig wird, sind Aufklärungs- und Gedenkkultur wichtiger denn je“, so Fleischanderl abschließend.

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Lukas Matt

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