Dornauer: "Wir wollen die erste Bundeskanzlerin der zweiten Republik stellen."

"Pamela Rendi-Wagner hat meine volle Unterstützung. Sie hat das Zeug zur ersten Bundeskanzlerin Österreichs. In Tirol werden wir jedenfalls alle Hebel in Bewegung setzen, um dieses Ziel zu erreichen", so Georg Dornauer, Landesparteivorsitzender der neuen SPÖ Tirol, im Anschluss an die heutigen Sitzung des SPÖ-Präsidiums in Wien.

Eine klare Absage erteilte Dornauer indes einer möglichen Koalition mit der FPÖ. "Unsere Sozialdemokratischen Werte waren für mich immer die roten Linie jeder politischen Zusammenarbeit. Mit einer Partei, die unsere Republik ausverkaufen will und den Rechtsstaat mit Füßen tritt, kann und will ich nicht zusammenarbeiten. Nach allem was wir heute wissen ist für mich klar: die Freiheitlichen sind weder regierungsfähig, noch kommen sie als politischer Partner für die Sozialdemokratie in Frage", so Dornauer.

Verantwortung für Staatskrise liegt bei Kurz

Gleichzeitig kritisiert Dornauer das Verhalten von Noch-Bundeskanzler Kurz: "Österreich darf sich nicht länger vom vermeintlichen Messias blenden lassen. Sebastian Kurz ist nicht das Opfer der Ibiza-Affäre. Er war es, der die FPÖ in die Regierung geholt, ihnen wichtige - vor allem sicherheitsrelevante - Ressorts übergeben und bis zum Schluss an türkis-blau festgehalten hat. Er hat dabei genau gewusst, mit wem er es zu tun hat und dass den Freiheitlichen jedes Mittel recht ist. Gescheitert ist das Ganze letztlich nicht am Anstand der handelnden Akteure, sonder daran, dass die FPÖ Kickl nicht austauschen wollte. Postenschacherei inmitten einer Staatskrise. Das ist letztklassig. Wer so agiert, darf keine Regierung mehr führen."

Versuch von Neuauflage für türkis-blau denkbar

Bezüglich der möglichen Koalitionsvarianten nach den Wahlen hält es Dornauer nicht für ausgeschlossen, dass Kurz auf eine Neuauflage von türkis-blau spekuliert: "Ich würde mich nicht wundern, wenn auch Kurz das Modell seines politischen Mentors Schüssel versucht: FPÖ zerlegen und dann wieder mit ihnen regieren. Das wäre selbstverständlich nicht nur ein beispielloses Machtspiel auf dem Rücken der Österreicherinnen und Österreicher, das würde auch unser Ansehen in Europa und der Welt weiter beschädigen. Ich halte diese Variante trotzdem für möglich. Sebastian Kurz wird vor gar nichts zurückschrecken, um seine Macht zu erhalten - davon bin ich fest überzeugt."

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