Dornauer: Tirol muss Corona-Krisenmanagement neu aufstellen!

Sofortige Neubesetzung des Tiroler Gesundheitsressorts gefordert.

„Die Gesundheit der Tirolerinnen und Tiroler steht an erster Stelle. Wir müssen jetzt alles tun, um das Coronavirus zu besiegen. Das Krisenmanagement in unserem Land muss deshalb umgehend neu aufgestellt werden. Landesrat Bernhard Tilg ist mit der aktuellen Situation überfordert und mit seinen eigenen Fehlentscheidungen beschäftigt. Er muss mit sofortiger Wirkung abberufen werden. Es braucht jetzt ExpertInnen im Gesundheitsressort. Landeshauptmann Günther Platter steht in der Verantwortung, so schnell wie möglich Maßnahmen zu ergreifen. Zumal die Krise ihren Höhepunkt noch nicht erreicht hat“, fordert Dr. Georg Dornauer, Vorsitzender und Klubobmann der neuen SPÖ Tirol, eine Neuordnung des Tiroler Gesundheitswesens.

„Bei allem Verständnis für überparteilichen Zusammenhalt in Krisenzeiten: Fahrlässigkeit und Fehlleistungen dürfen nicht ohne Konsequenzen bleiben. Beides hat es in den letzten Tagen und Wochen offenkundig gegeben, es wurde bei weitem nicht ‚alles richtig‘ gemacht. Tirol ist aktuell einer der größten Krisenherde Europas. Das ist nicht ‚gottgewollt‘, sondern diese Situation ist offensichtlich im Tiroler Landhaus hausgemacht. Es ist die Verpflichtung verantwortungsvoller Politikerinnen und Politiker, solche Fehler aufzuzeigen, damit sie sich nicht wiederholen. Zum Schutz der Tirolerinnen und Tiroler“, erklärt Dornauer.

„Nachdem wir das Virus besiegt haben, wird die neue SPÖ Tirol mit allen parlamentarischen Mitteln auf Bundes- und Landesebene für volle Aufklärung in dieser Angelegenheit sorgen“, kündigt Dornauer Anfragen im Landesparlament und Nationalrat an. Außerdem werde geprüft, wann eine Sondersitzung des Tiroler Landtags zur Causa möglich und sinnvoll ist.


Den Verantwortlichen des Landes wird vorgeworfen, in Ischgl zu spät reagiert zu haben. Außerdem habe die Isolation der abreisenden Gäste aus den Tourismushochburgen Ischgl und St. Anton nicht funktioniert. Insgesamt konnten mittlerweile mehrere hundert Corona-Infektionen bis nach Ischgl zurückverfolgt werden. Am 7. März wurde bekannt, dass ein Mitarbeiter der Ischgler Bar „Kitzloch“ mit dem Coronavirus infiziert war. Erst am 10. März wurden die Bar sowie alle anderen Aprés-Ski-Bars im Ort geschlossen. Am 12. März wurden die Schließung der Lifte sowie Hotels veranlasst. Das Ausland reagierte vorsichtiger und schneller. So erklärte Island bereits am 5. März Ischgl zum Risikogebiet und stellte alle Heimkehrer ab 29. Februar unter Quarantäne. Norwegen bittet nach den Berichten aus Island eine Reisegruppe aus Ischgl bereits am 7. März zu Tests. Auch Dänemark erklärte in derselben Woche Ischgl zum Risikogebiet. Diese Woche wurde außerdem bekannt, dass sich hunderte Touristinnen und Touristen nach ihrer Abreise aus den Quarantänegebieten weiter unkontrolliert im Bundesland aufgehalten haben.

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