Deponien in Schwoich und Kufstein: Dornauer stellt sich hinter Bevölkerung

"Die Interessen der Menschen in der Region stehen für mich im Vordergrund", erklärt Georg Dornauer, Landesparteivorsitzender und Klubobmann der neuen SPÖ Tirol angesichts der Debatte um die Baustoff- und Asbest-Deponie in Schwoich. "Kein Mensch will in einer giftigen Umgebung leben - dafür haben wir als Politik Sorge zu tragen", stellt sich Dornauer hinter die Bürgerinitiative mit rund 2.000 Unterschriften gegen das Projekt. 
"In Schwoich erleben wir einmal mehr was dabei herauskommt, wenn politische Entscheidungsträger und Unternehmen über die Bevölkerung drüberfahren. Bei Projekten dieser Größenordnung und möglichen negativen Konsequenzen für Umwelt und Gesundheit, muss die Einbindung der Region und der Menschen vor Ort von der ersten Minute an selbstverständlich sein", so Dornauer, der sich in seiner Forderung nach größeren und dafür stärkeren Gemeinden bekräftigt sieht. "Natürlich müssen wir auch die Verantwortung für unseren Abfall übernehmen. Aus meiner Sicht geht das aber nur gemeinsam - indem man den regionalen Diskurs sucht und so die besten Lösungen findet. Im Fall Schwoich drängt sich für mich der Eindruck auf, dass eine kleine Gemeinde zum Handkuss kommt, weil sie sich nicht wehren kann. Und dass wir jetzt, nur wenige Kilometer entfernt, in Kufstein bereits über die nächste Deponie reden, zeigt, wie wichtig die regionale Abstimmung und Koordination wäre."
Das Thema Deponie ist für die SPÖ nicht neu. Bereits im Mai hat der rote Nationalratsabgeordnete aus dem Bezirk, Christian Kovacevic die Petition "Nein zur geplanten Baurestmassedeponie bei Schwoich" im Nationalrat eingebracht. Die gemeinsam mit den Anrainerinnen und Anrainer entwickelten Forderungen fanden allerdings bislang wenig gehör. "Nun erleben wir das gleiche in Kufstein mit der geplanten Deponie in direkter Nähe zum Krankenhaus. Wieder einmal werden hier wirtschaftliche Interessen über die Bürgerinnen und Bürger gestellt - mit freundlicher Unterstützung der Verantwortlichen in Bund und Land", so Kovacevic. Die grüne Regierungsbeteiligung in Tirol sei in diesem Fall jedenfalls nicht spürbar.

Kontakt

Marco Neher, M.A., MBA

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